Fachbegriffe Themengruppe: [Wandgestaltung] - (Fachbegriffe von A bis Z)
im Glossar "Renovieren und Dekorieren" bei do-it-yourself.de
Fachbegriff: Hydrophobierung
Hydrophobierung
Eine Hydrophobierung der Oberfläche von salzverseuchten Bauteilen soll den Feuchtigkeitstransport und damit das Wiedereinwandern von Salzen in den neu aufzubringenden Putz verhindern. Eine solche Behandlung erfordert ein besonders sorgfältiges Arbeiten beim Aufbringen des Putzes, weil das wasserabweisende Mittel die Putzhaftung erschweren kann. Stark salzbelastete künstliche Mauersteine wie Ziegel können mürbe sein. Ein weiterer, möglicherweise notwendiger Arbeitsschritt ist die Verfestigung des Mauerwerks, beispielsweise durch Imprägnierung mit Kieselsäureester. Dazu sind meist mehrere Tränkungsvorgänge nötig, um eine möglichst hohe Eindringtiefe zu gewährleisten. Durch diese Behandlung werden die Mauersteine einige Zentimeter tief verfestigt.
Hydrophobierung
Ungeschützte mineralische Baustoffe wie Mauerwerk oder auch Mörtel und Zementputz nehmen begierig Regen und die darin gelösten sauren Schadstoffe auf. Dadurch wird nicht nur die Wärmedämmung der Außenwände verschlechtert, der saure Regen schädigt zugleich auch die Bausubstanz. Um den Charakter von Klinker- und Ziegelfassaden oder mineralischen Putzflächen zu bewahren und zugleich die Wasserdampfdiffusion soweit als möglich zu erhalten, kann man die Gebäudeflächen, die der Witterung ausgesetzt sind, wasserabweisend imprägnieren. Diesen Vorgang nennt der Fachmann »hydrophobieren«. Hierzu dienen vorwiegend in organischen [Lösungsmitteln] gelöste oder neuerdings auch umweltfreundlich in Wasser dispergierte Silikonharze. Während ihre anorganischen Silizium-Anteile für die Haftung am mineralischen Untergrund sorgen, bewirken die angelagerten organischen Bausteine (Methylgruppen) den wasserabweisenden Effekt. Hydrophobierte Flächen lassen Regenwasser abperlen, aber Wasserdampf von innen nach außen diffundieren.