Fachbegriffe Themengruppe: [Wandgestaltung] - (Bindemittel)
im Glossar "Renovieren und Dekorieren" bei do-it-yourself.de
Fachbegriff: Silikatfarbe
Silikatfarbe
Auch Silikatfarben sind gut dampfdurchlässig. Sie eignen sich für den Innen- und Außenbereich, doch auch sie haften nicht auf Dispersionen, Kalkfarben und bestimmten Spachtelmassen. Bei diesen Untergründen kann man auf Dispersions-Silikatfarben zurückgreifen, die eine geringe Menge Kunststoffdispersion enthalten und auch auf besagten Altanstrichen haften.
Silikatfarbe
Silikatfarbe ist auf der Basis von [Wasserglas] hergestellt. Sie ist waschbeständig, sehr wasserdampfdiffusionsfähig, gut deckend und geht mit einem Untergrund aus [Kalk] eine chemische Verbindung ein. Diesen Vorgang nennt man »verkieseln«. Silikatfarbe ist nur auf Kalkputzen zu verwenden. Im Fachhandel ist mittlerweile auch eine Silikatdispersionsfarbe erhältlich, die neben [Wasserglas] auch Kunstharzdispersion als [Bindemittel] enthält. Sie ist auf allen Innenputzen verwendbar, allerdings muß auf gipshaltigem Untergrund mit einer Grundierung vorgestrichen bzw. ein [Fixativ] zugesetzt werden. Alte Öl- und Lackfarben müssen vor dem Anstrich abgebeizt werden. Durch die geringe Schichtstärke erzielen Sie einen matten, hauchdünnen Anstrich. Silikatdispersionsfarbe ist der Kunstharzfarbe ebenbürtig. Reine Silikatfarben werden entweder auf Außenputzen oder im Innenbereich auf Kalkputzen verwendet. Sie finden immer mehr Beachtung in der Anwendung verschiedener Lasurtechniken. Eine breite Palette dezenter Farbtöne steht zum Abtönen der [Wandfarben] zur Verfügung. Mit Schwamm oder Bürste aufgetragen ergibt sich dann eine wolkige Struktur (s. S. 46) an der Wand. Beim Verarbeiten von Silikatfarben ist es unbedingt notwendig, Handschuhe zu tragen, da diese Farben stark ätzend sind und dadurch die Haut angreifen. Ebenfalls sind Glas- und Keramikflächen vor Silikatspritzern sorgfältig zu schützen, es kann zu nicht entfernbarer Fleckenbildung kommen.