Fachbegriffe Themengruppe: [Wandgestaltung] - (Verlegeverfahren)
im Glossar "Renovieren und Dekorieren" bei do-it-yourself.de
Fachbegriff: Verlegung im Mittelbett
Verlegung im Mittelbett
Dieses Verfahren stellt eine Kreuzung von Dick- und Dünnbettechnik dar und wird hauptsächlich bei der frostfesten Verlegung von Fliesen auf Freiflächen eingesetzt. Bei diesem Verfahren ziehen Sie wie bei der Dünnbettmethode Klebemörtel auf den Boden auf und durchkämmen die Schicht wie üblich. Dabei kommen spezielle Klebemörtel und ein Auftragwerkzeug gröberer Zahnung zum Einsatz. Zusätzlich muß man zum Auftrag auf den Untergrund eine etwa zentimeterdicke Klebemörtelschicht auf die Rückseite der Fliese geben. Sinn dieser doppelten Schicht ist es, eine vollflächige Haftung der Fliesen am Boden zu erzielen, um Hohlräume, in denen sich Wasser sammeln könnte, auszuschließen. Wie jede Fliesenverlegung im Freien setzt sie selbstverständlich auch eine sehr sorgfältige Abdichtung des Verlegeuntergrunds voraus. Sie erfolgt üblicherweise durch flüssig aufgebrachte Dichtmittel, die nach dem Trocknen oder Aushärten eine elastische, wasserdichte Schicht bilden. Damit kein Wasser auf Freiflächen stehenbleibt, ist auf die Einhaltung eines leichten Gefälles zu achten, das ein Abfließen von Regenwasser garantiert. Ein solches Gefälle sollte üblicherweise bereits im Untergrund vorhanden sein. Es beträgt etwa 1 bis 2 Prozent, d.h. 1 bis 2 cm pro Meter. Während bei Balkonen das Gefälle in der Regel in Längsrichtung erfolgt, haben Terrassen häufig ein allseitiges Gefälle zur Mitte, wo ein zentraler Abfluß vorgesehen ist.